Im Jahr 2016 erhielt der Verein die Förderzusage für die Innensanierung. Die Gelder werden uns von der Europäischen Union im Rahmen des LEADER Förderprogramms bereitgestellt. Die Antragsstellung erfolgte über dem von den Kommunen und dem Landkreis gegründeten Verein "Zukunftsregion Zwickau" e.V.. Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.zukunftsregion-zwickau.eu/

Die Förderung läuft bis zum 31.3.2019. Dem Verein ist es dadurch möglich den gesamten Innenausbau, angefangen bei den Fußböden, Wänden und Decken, der Heizungs- und Sanitär- und Elektroinstallation, Innentüren, bis zu den Malerarbeiten zu realisieren. Bei den Arbeiten wurden besonders die denkmalpflegerischen Aspekte beachtet und ökologische Materialen, wie Lehm, Holz und einheimischer Schieferstein verwendet. Das Erdgeschoss ist im Rahmen des im Altbau möglichen Behindertengerecht gestaltet. Die Räume werden auch im Winter durch eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss und einem Kamin im Blockbohlenzimmer gemütlich. Der Kamin ist zudem mit einem Brotbackofen kombiniert. Im 1. Stock sorgt ein unter Putz verlegte Wandheizung für Behaglichkeit. Die Grundversorgung mit Wärme erfolgt über eine Gastherme, welche etwas ökologischer werden soll, durch den Einbau einer solarbetrieben Warmluftheizung.

Die fertigen Räume zeigen eine vielfälligen Charakter. Der etwas über 20 m² große Kreuzgewölberaum mit seinen verputzten Kalkwänden und den Barockfenstern hat etwas von einer alten Burg. Das Blockbohlenzimmer besticht durch die Wärme des Holzes. Die Zimmer in der ersten Etage vermitteln durch die niedrigen Deckenhöhe und die Lehmwände Wohlbehagen.



 


Das Kreuzgewölbe

Auf der Nordseite des Gebäudes befindet sich ein Raum mit erhaltenem Kreuzgewölbe.

  • Kreuzgewölbe  (1)
  • Kreuzgewölbe  (2)
  • Kreuzgewölbe  (3)
  • Kreuzgewölbe  (6)
  • Kreuzgewölbe (10)
  • Kreuzgewölbe (11)
  • Kreuzgewölbe (8)
  • Kreuzgewölbe (9)

Bei unsachgemäßen Ausbesserungsarbeiten vor 1990 am Fachwerk oberhalb des Kreuzgewölbes entstanden Druckkräfte auf die Außenmauern.

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Durch Freilegen des Gewölbes und Einbringen von Ankern ist das Gewölbe gesichert worden. Das erneuerte Fachwerk führt zur weiteren Stabilisierung. 2015 wurde das Fachwerk über dem Kreuzgewölbe durch das Einbringen eines Sprengwerkes stabilisiert.

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Es ist zu vermuten, dass der Raum als Kühlraum Verwendung fand. Im 19. Jahrhundert wurde ein Fußboden in Form eines Tonnengewölbes eingebaut, welches leider ebenfalls den Druck auf die Außenwand erhöht hat. Das Tonnengewölbe wurde aus diesem Grund durch einen Fußboden ersetzt, der keinen Druck auf die Außenmauern erzeugt.

Der Gewölberaum erhielt einem neuen Kalkputz, Restflächen des alten Putzes konnten erhalten werden.

Die Blockstube

Bei den Entkernungs- und Bauarbeiten wurden ca. 10 m von den alten Blockbohlen entdeckt, welche als Deckenbalken oder Türsturz bei Umbauarbeiten in vergangenen Zeiten weiterverwendet wurden.

Zimmerleute haben im Dezember 2015 die Bohlenstube eingebaut.

Vorbesitzer haben glücklicherweise auch Bretter aus der Kassettendecke und Deckenbalken der Bohlenstube weiterverwendet. Bei der Erneuerung der Decke wurden die Profile und Maße der Fundstücke übernommen.

Die Räume in der 1. Etage

Das innenliegende Fachwerk ist bis auf das Sprengwerk über dem Kreuzgewölbe erhalten und wurde mit Lehm ausgefacht.

Handwerker haben die Gefache mit Lehm schön herausgeputzt.

Zwecks Wärmedämmung wurden die Außenwände mit einem ca. 14 cm dicken Holz/Lehm/Gemisch verstärkt.

Eine Wandheizung sorgt für angenehme Wärme.

Auch die Außenwände und Decken wurden mit Lehm verputzt.